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Michael Stöcker
Beiträge: 93 | Zuletzt Online: 16.12.2018
Name
Michael Stöcker
Wohnort
Dresden
Registriert am:
18.04.2018
Geschlecht
männlich
    • Michael Stöcker hat einen neuen Beitrag "Neue Verwirrungen im Target-Streit" geschrieben. 16.12.2018

      Leider immer noch kein Denkfortschritt bei Herrn Waldner; aber leider auch nicht bei dem Makroskop Autor, den Herr Waldner im Punkt Bargeldverbrennung zu Recht kritisiert.

      Zitat
      Man kann ja diese Devisenreserven sofort einsetzen, um im Ausland wertvolle Güter zu kaufen und damit zu bezahlen.



      Diese Aussage ist völlig korrekt und verweist darauf, was man mit Geld und somit auch mit Devisenreserven machen kann: Nämlich BEZAHLEN. Und mit der Bezahlung geht sodann auch die Forderung/Verbindlichkeit unter.

      Und wie kommt es überhaupt dazu, dass jemand über Zentralbankgeld verfügt? Das geschieht immer dann, wenn ein Saldo aus Forderungen und Verbindlichkeiten endgültig ausgeglichen werden muss und/oder wir als Privatpersonen lieber mit Bargeld als mit Buchgeld bezahlen. Denn das ist ja die eigentliche Hauptfunktion von Zentralbankgeld, die früher das Gold inne hatte: Geld: der Saldenausgleichstandard von Geschäftsbanken.

      Und jetzt meine Frage an Sie, Herr Waldner: Sind Ihrer Meinung nach dann auch die Goldbestände in der Bilanz der Bundesbank eine Forderung?

      Nun noch zum unsäglichen Thema Bargeldverbrennung.

      Dem Autor scheint nicht bewusst zu sein, dass es in einer Zentralbankbilanz überhaupt kein Bargeld gibt; zumindest keines, was auf die eigene Währung lautet. Von daher gibt es auch auf der Aktivseite keine Position Bargeld (vom Münzgeld als historische Reminiszenz mal abgesehen, das aber ebenfalls nicht physisch dort vorhanden ist, sondern sich in den Kassen der Geschäfte etc. befindet). Ob das Bargeld durch eine ZB verbrannt/geschreddert wird ist ausschließlich eine ästhetische Frage (alt gegen neu). Insofern geht schon in diesem Punkt die Kritik am Thema völlig vorbei. Und dann verrät uns der Autor auch nicht die Gegenbuchung: Sancta Simplicitas.

      Wären alle Vorgänge mit Bargeld abgewickelt worden, so gäbe es an Stelle des TARGET-Saldos auf der Aktivseite der Bundesbank (Position 9.4) die Position 9.3: Forderungen aus der Verteilung des Euro-Banknotenumlaufs innerhalb des Eurosystems (aufgrund der Bargeldvorliebe der Deutschen auch bei Urlaubsreisen auf der Passivseite unter Position 9.2 zu finden). Beide Positionen (bzw. deren Pendant auf der Passivseite) sind aber bei einer Auflösung des Euro oder einem Austritt eines Landes neu zu verbuchen. Wie diese Salden zu bewerten sind, das hatte ich hier dargelegt: TARGET und kein Ende.

      LG Michael Stöcker

    • Michael Stöcker hat einen neuen Beitrag "Ein unglaublicher Blödsinn zu den Targetsalden von Paul Steinhardt" geschrieben. 09.10.2018

      Das ist kein unglaublicher Blödsinn, Herr Waldner, weil Steinhardt damit deutlich macht, dass das Problem nicht TARGET ist, sonder die LB-Ungleichgewichte. Ich gebe aber zu, dass Steinhardt hier besser bis zu Ende argumentiert hätte; denn im Falle eines Austritts eines Landes bzw. dem Ende des Euro werden nicht nur die TARTET-Salden einer politischen Bewertung unterzogen (Euro/ECU/neue Lira…) sondern ebenso die Positionen: "Forderungen/Verbindlichkeiten aus der Verteilung des Euro-Banknotenumlaufs innerhalb des Eurosystems". Das hat wohl auch unser "Progressor" nicht verstanden, wirft aber der Bundesbank Unverständnis vor.

      Unglaublicher Blödsinn ist allerdings, was Herr Glaser mit diesem Satz zum Besten gibt:

      Zitat
      Damit wird aus einer "Bestandszahl" eine "Flußgröße".



      Lieber Herr Glaser: Eine Bestandszahl ist und bleibt eine Bestandzahl, die durch eine Stromgröße (Einzahlung/Auszahlung, Einnahme/Ausgabe, Ertrag/Aufwand) eine Veränderung erfährt. Sie mutiert auch unter noch so großen bilanzpolitischen Beschwörungsformeln niemals in eine Flussgröße.

      Zitat
      Was die Targetsalden mit Wohlstandsverlust und Sozialdumping zu tun haben, wissen nur Sie alleine.



      Nein, Herr Glaser, das weiß nicht nur Herr Waldner, sondern alle klar denkenden Menschen. Die Vertreter der AfD rätseln wohl immer noch über die Aussagen von De Masio und Schick. Zu den beiden Ungenauigkeiten bei De Masio siehe hier.

      Meine Sicht zu dieser unseligen Diskussion hatte ich vor einigen Wochen hier dargelegt.

      LG Michael Stöcker

    • Michael Stöcker hat einen neuen Beitrag "Streit um die „monetäre Staatsfinanzierung“" geschrieben. 24.06.2018

      Zitat von Dberndjt im Beitrag #171
      1) Haben Sie etwas zur Hand, wo man erkennen kann, wer aktuell die Staatsanleihen hält und wieviel?

      Nein, dazu habe ich leider keinen Link. Aber es sind wohl überwiegend Banken und Versicherungen. Und 0,5 % für 10jährige Bunds mit entsprechendem Kursrisiko spricht dann doch eher für einen Sparbrief über drei Jahre mit 0,6 %. Erst bei Summen weit über 100.000 EUR (wegen der Einlagensicherung) sind auch Bunds für Privatpersonen interessant.

      Zitat von Dberndjt im Beitrag #171
      2) Auf Niveau EZB müssten Teile davon ja in den Passiva stecken . Kennen Sie die Höhe und die Zusammensetzung? Wo finde ich das aktuell?

      Sie meinen sicherlich in den Aktiva. Der Ankauf wird aber über die NZBen abgewickelt und findet sich zum Beispiel im Geschäftsbericht der Bundesbank auf Seite 56 - 59. Auf EZB und konsolidierter Ebene finden sich diese Positionen dann natürlich ebenfalls.

    • Michael Stöcker hat einen neuen Beitrag "Zur Bedeutung einer „ziemlich belanglosen Debatte“" geschrieben. 23.06.2018

      Zitat von Progressor im Beitrag #7
      1. Sind die Geschäftsbanken durch die Anleihenkäufe der EZB mit Zentralbankgeld überschwemmt?

      Ja.
      Zitat von Progressor im Beitrag #7
      2. Ist diese Schwemme unterschiedlich auf die Banken verteilt. Wenn ja, warum?

      Ja, insbesondere die LB-Überschussländer wie D und NL schwimmen in Liquidität, weil sie die Südbanken aus guten Gründen nicht mehr refinanzieren. Das übernahm die EZB und deswegen zahlen die deutschen Banken "lieber" einen Negativzins.
      Zitat von Progressor im Beitrag #7
      3. Wenn nicht unterschiedlich verteilt ist, warum brachen Banken noch den Interbankenmarkt?

      Falsche Fragestellung. Ein funktionsfähiger Interbankenmarkt sorgt für den Liquiditätsausgleich und für ein Minimum an Zentralbankgeld. Voraussetzung hierfür sind aber einheitliche Bonitätsstandards bei der Kreditvergabe.
      Zitat von Progressor im Beitrag #7
      4. Hat die EZB den Einlagenzinssatz deswegen auf - 0,4 Prozent gesenkt, damit der Interbankenzins unter Null sinken kann?

      Ja.

      LG Michael Stöcker

    • Michael Stöcker hat einen neuen Beitrag "Streit um die „monetäre Staatsfinanzierung“" geschrieben. 23.06.2018

      Zitat von Dberndjt im Beitrag #165
      2) Progressor hat in seinem Eingangsstatement gezeigt, wie die Buchung des Ankaufs von Staatsanleihen bei der ZB aussieht. . Eine einfache Bilanzverlängerung . Ein Asset, ein Schuldschein auf der Passivseite (Anspruch auf Rückzahlung und Zinsen) und als Gegenposten auf der Aktivseite ein entsprechender Gegenposten aus eigenem Recht (sozusagen eine Ausgleichsposten der Bilanz, mehr nicht).
      Damit hat der Staat das gewünschte Geld. Es ist einer Geldvermehrung gekommen.

      Auch hier liegt ein fundamentales Missverständnis über die Geldschöpfung vor. Buchgeld wird in dem Moment geschöpft wenn eine Geschäftsbank eine Anleihe von einer Nichtbank kauft. Es ist eine Kreditgewährung wie jede andere auch, nur mit dem Unterschied, dass eine solche Anleihe viel liquider ist als ein einzelner Bankkredit an den Privatsektor.

      Wenn nun die Zentralbank den Geschäftsbanken solche Anleihen abkauft, dann kommt es zwar bei der ZB zu einer Bilanzverlängerung, bei den Geschäftsbanken aber zu einem Asset-Swap (Aktivtausch), der auf die Geldmenge M1/M2/M3 keine Auswirkung hat. Was sich erhöht, das ist die Liquidität im Gesamtsystem, da sich ja die Geldmenge M0 ebenfalls erhöht. M0 wiederum hat einen Sonderstatus. Nur der Bargeldanteil in den Händen von Nichtbanken zählt zu M1/M2/M3. Eine Bargeldauszahlung hat übrigens keinen Einfluss auf die Geldmenge; weder auf M0 noch auf M1/M2/M3.

      Nur dann, wenn die Zentralbank Anleihen von Nichtbanken erwirbt, erhöht sich die Geldmenge M0/M1/M2/M3. Wer hält eigentlich die ganzen Staatsanleihen?

      LG Michael Stöcker

    • Michael Stöcker hat einen neuen Beitrag "Zur Bedeutung einer „ziemlich belanglosen Debatte“" geschrieben. 23.06.2018

      Zitat von Georg Bender im Beitrag #4
      Die Banken brauchen systembedingt von der ZB keine "Refinanzierung". Die von der ZB geschöpfte Manövriermasse wird für Interbankkredite verwendet (hin und her-Geschiebe)!

      Nein, Herr Bender, das ist so nicht ganz richtig. Die Zentralbank kommt doch immer erst dann ins Spiel, wenn der Interbankenmarkt gerade nicht mehr funktioniert. Das ist immer dann der Fall, wenn eine Bank zu viele Kredite an schlechte Schuldner vergeben hat und/oder Vermutungen hierüber angestellt werden. Und wenn das der Fall ist, dann bleibt nur noch die Haupt- und Spitzenrefinanzierungsfazilität über die Zentralbank (von den Mindestreserveanforderungen mal abgesehen).

      Hörmann sollte man insbesondere wegen seiner dümmlichen Aussagen zur Seigniorage links liegen lassen. Diesen Unsinn hat er noch 2017 zum Besten gegeben. Der hat bis heute nicht den Unterschied zwischen Geld und Kredit verstanden. Auch wenn er ansonsten viele richtige und kluge Ansichten hat, ist das ein fundamentales Missverständnis über die Funktionsweise eines zweistufigen Geldsystems. Ralle002 hat sich durch zu viel Hörmann die Sinne vernebeln lassen.

      LG Michael Stöcker

    • Michael Stöcker hat einen neuen Beitrag "Replik auf "Precht im Unrecht" - eine qualifizierte Analyse der Folgen der Digitalisierung" geschrieben. 22.06.2018

      @ lamusica

      Die Kritik von LOGOS ist völlig berechtigt und wird so auch in vielen Teilen von Turner bestätigt:


      Und als Ergänzung in deutscher Übersetzung der Essay von Keynes, auf den auch Turner Bezug nimmt.

      LG Michael Stöcker

    • Michael Stöcker hat einen neuen Beitrag "Abhängigkeiten" geschrieben. 22.06.2018

      Lieber Herr Meyer,

      hier die wichtigsten Punkte, die Sie angesprochen haben, noch mal in einen ergänzenden Kontext gestellt:

      Zitat
      Schon bei der Erziehung muss dabei eine große Demut gegenüber der Natur und der Erde anerzogen werden.


      Ja, die ersten 6 Lebensjahre sind hierbei besonders entscheidend und auch bei Adam Smith gab es zwei wichtige Bücher, von denen die meisten aber dieses hier nicht kennen: Theorie der ethischen Gefühle.

      Zitat
      Diese unterschiedlich großen Einkommen sind sehr schädlich für den Zustand der Erde.


      Ergänzen möchte ich hier insbesondere die hohen Vermögen, die meist Voraussetzung für hohe Einkommen sind. Diese sind nicht nur schädlich für die Erde (Ökologischer Fußabdruck der 10 %). sondern zugleich für die friedliche Koexistenz.

      Zitat
      Unter diesem Aspekt gehören auch Zinsen nicht mehr in solche Welt


      Ja, aus diesem Grund ist der Sparzins auch inzwischen bei Null angekommen. Zu dumm für die Verwalter der Illusionen (aka Banken und Lebensversicherungen) und ihre Kunden. Wir benötigen aber zusätzlich eine evolutionäre Weiterentwicklung des historisch gewachsenen Geldsystems.

      Zitat
      So sollte auch das Konkurrenzdenken als eine negative Lebensart angesehen werden, es bedeutet, sich Vorteile auf Kosten Anderer zu beschaffen.


      Ich denke, auch hier kommt es auf das Maß an. Ein Wettbewerb um die besten Ideen ist gut, die monopolistische Ausschaltung schlecht. Insofern: Mehr kooperativer Wettbewerb.

      Die anstehenden Herausforderungen sind jedenfalls riesig, könnten aber recht einfach gemeistert werden, wenn wir es endlich schaffen uns von alten Mythen zu befreien und uns dabei nicht von den Hörmännern und anderen gutmeinenden Menschen hinter die Fichte führen lassen. Den klaren Blick hat insbesondere Lord Adair Turner, denn ich hier schon mehrfach verlinkt habe:


      LG Michael Stöcker

    • Michael Stöcker hat einen neuen Beitrag "Marktwirtschaft" geschrieben. 22.06.2018

      Zitat
      ..so böd wie es sich anhört, ist es gar nicht...!


      Chin Meyer beschreibt die Funktionsweise des Verbriefungsgeschäfts völlig korrekt; und zwar so, dass es jeder verstehen kann.


      Er erwähnt auch die Muppets in diesem Spiel; es sind/waren die Landesbanken mit fehlendem Geschäftsmodell. Deswegen wurde dieses dunkle Kapitel auch nicht aufgearbeitet. Auch hier ist Martin Hellwig klar und präzise:


      LG Michael Stöcker

    • Michael Stöcker hat einen neuen Beitrag "Marktwirtschaft" geschrieben. 21.06.2018

      Was bitte schön soll das, lieber Ralle??? So etwas können Sie gerne in irgendwelchen Esoterikforen posten. Das sind ja alles nette idealistische Ansätze, aber Sie werden die Menschen nicht ändern; daran ist schon der Sozialismus gescheitert.

      Orientieren Sie sich besser an Lord Adair Turner:





      LG Michael Stöcker

    • Michael Stöcker hat einen neuen Beitrag "Marktwirtschaft" geschrieben. 20.06.2018

      Zitat
      Das war doch der, bei dem das Gelddrucken reicher macht?


      Sie hatten sich die Fabel seinerzeit wohl leider nicht angeschaut oder aber nicht verstanden, Herr Waldner. Hier noch einmal der Link zu meinem Kommentar mit Chin Meyer.

      Als Keynes-Spezialist kennen Sie ja auch vielleicht die Auflösung. Wenn nicht, einfach noch mal nachfragen.

      LG Michael Stöcker

    • Michael Stöcker hat einen neuen Beitrag "Mea culpa – Die Linken waren zu unbekümmert" geschrieben. 20.06.2018

      Zitat
      Da ist keine Masse von Leuten, sondern immer nur wohlplatzierte einzelne Spinner, die alles mitmachen.


      So so, Herr Waldner; die werden also alle nur wohlplatziert, damit die dann punktgenau die Krise inszenieren. Das muss in Ihrer monokausalen Welt wohl auch so sein. Ihr Standpunkt ist hinreichend bekannt, bringt nichts neues, langweilt ungemein und fällt eindeutig in die Kategorie der Zeitdiebe in dem Roman Momo, womit Sie sich letztlich nolens volens mit den Bankern gemein machen.

      Mein Vorschlag zur Bloghygiene: Statt ellenlanger Posts mit immer wieder derselben Leierkasten-These, antworten Sie doch zukünftig einfach mit:

      WW1

      und verlinken auf einen Ihrer (gefühlten) 1000 Beiträge. Die Leser werden es Ihnen danken. Villeicht übernehmen Sie ja direkt meinen Linkvorschlag; denn dort haben Sie gleich sieben Mal die Krise inszenieren lassen.

      LG Michael Stöcker

    • Michael Stöcker hat einen neuen Beitrag "Marktwirtschaft" geschrieben. 20.06.2018

      Zitat
      Herrn Stöcker frage ich, wo das Land X im Ernstfall, und davon sprechen wir ja, den Drucker finden soll für den insgesamt aufgelaufenen Saldo. Um uns damit zu bezahlen?


      Das ist ganz klar geregelt. Wenn das vorhandene Volumen nicht ausreicht, dann muss eine Ausschreibung stattfinden. Es erhält diejenige Druckerei den Auftrag, die das günstigste Angebot abgibt; ganz so, wie es auch bei anderen öffentlichen Ausschreibungen geschieht. Die Druckereien müssen selbstverständlich zuvor von der EZB eine Lizenz erworben haben. Hier gibt es eine nicht mehr ganz aktuelle Übersicht.

      Sollte die Bundesbank also tatsächlich auf Erfüllung bestehen (was sie natürlich niemals tun wird), dann wäre es hinsichtlich der Transportkosten wohl am besten, wenn Leipzig den Zuschlag erhielte. Dann könnte die Versendung direkt ohne den Umweg über Rom von Leipzig aus nach Frankfurt zur Sonnemannstraße 22 gebracht werden und von dort aus dann zur Wilhelm-Epstein-Straße 14 (Verbuchung siehe Antwort unter # 32).

      Aus ökologischen und ökonomischen Gründen könnte man sich natürlich auch auf eine einmalige 500 Mrd. Euronote einigen, die nach Übergabe des Geschuldeten wieder vernichtet wird; denn nichts anderes passiert mit Banknoten, für die es keine Verwendung mehr gibt.

      Und wenn Sie dies immer noch nicht überzeugt, dann bin ich mit meinem Latein am Ende und es bleibt mir nur noch auf Martin Hellwig zu verweisen:



      LG Michael Stöcker

    • Michael Stöcker hat einen neuen Beitrag "Marktwirtschaft" geschrieben. 19.06.2018

      Verstehen Sie überhaupt, was Sie da verlinken, lieber Ralle? Die Bundesbank schreibt klar und deutlich:

      Zitat
      Isoliert betrachtet führt die beschriebene Transaktion am Ende des Geschäftstages zu einer Verbindlichkeit der Banque de France und zu einer Forderung der Bundesbank gegenüber der EZB. Diese Forderungen oder Verbindlichkeiten gegenüber der EZB werden allgemein als TARGET2-Salden bezeichnet.


      Isoliert betrachtet ist eben isoliert betrachtet. Ich habe Ihnen erläutert, wie aus einer isolierten Betrachtung mit Forderungen und Verbindlichkeiten ein Saldo über die Verbringung von Zentralbankgeld wird. Ich habe Ihnen auch erläutert, wie dieser Saldo verschwindet. Ich habe Ihnen ebenfalls erläutert, warum diese Vorgehensweise keinen Sinn macht. Und wenn es immer noch nicht klar ist: Zentralbankgeld hat für eine Zentralbank keinen Wert. Die Bundesbank kann hier nichts fordern, außer dass ihr Banknoten geliefert werden. Diese Salden bauen sich nur dann ab, wenn die Italiener ihr Geld wieder aus dem sicheren Hafen an ihre Heimatbank überweisen und insbesondere wenn die Deutschen ihre Ersparnisse für einen Italienurlaub verwenden oder die Polizei statt mit gefakten Dieseln mit schicken italienischen Sportwagen ausgerüstet wird. Hier gibt es was zur Inspiration.

      LG Michael Stöcker

    • Michael Stöcker hat einen neuen Beitrag "Marktwirtschaft" geschrieben. 19.06.2018

      Ich schätze Herrn Häring sehr, aber hier liegt er leider mal wieder daneben. Dass HWS keine Ahnung vom Geldsystem hat, wurde ihm schon von Olaf Sievert bescheinigt.

      Eine Forderung hat immer einen Erfüllungsgegenstand. Der Erfüllungsgegenstand ist das gesetzliche Zahlungsmittel. Die Banca d’Italia kann ihre Verbindlichkeit dahingehend erfüllen, indem sie den TARGET-Saldo/Verbindlichkeit drucken lässt und mit dem Geldtransporter zur Bundesbank fährt. Als Folge kommt es zu einem Passivtausch bei der Banca d’Italia (Target-Sado/Verbindlichkeit nimmt ab, Banknotenumlauf nimmt zu) und zu einer Bilanzverkürzung bei der Bundesbank (Target-Saldo/Forderung nimmt ab, der Banknotenumlauf nimmt ab). Weil diese Aktion aber letztlich sinnfrei ist, macht die Bundesbank ihre Forderung nicht geltend. Denn für eine Zentralbank hat Zentralbankgeld keinen Wert (vom Heizwert mal abgesehen). Zumal es dann schwierig würde, im Fall der Fälle die TARGET-Salden in Devisen umzurubeln. Wenn Sie die Langversion dazu interessiert, dann einfach hier nachlesen: Kommt die „Draghi-Volte“ über Oberammergau…

      LG Michael Stöcker

    • Michael Stöcker hat einen neuen Beitrag "Michael von Prollius" geschrieben. 19.06.2018

      Zitat
      Können die Neoliberalen wirklich so doof sein?



      Ja, Herr Waldner, sie können. Wer täglich den Rosenkranz betet, der glaubt auch an die Jungfrauengeburt. Und der Glaube ist immer stärker als der Verstand. Nicht umsonst sind die Austrians ein Randphänomen. Aber auch der Mainstream arbeitet sich nur allmählich vorwärts. Immerhin, sie diskutieren eines der zentralen Themen:
      Heute Session 1: Macroeconomics of price and wage-setting
      Morgen Session 2: Microeconomics of price and wage-setting


      Wer es mit dem Englischen nicht so hat: Hier die Kurzfassung der Einführungsrede von Larry Summers im Fazit.

      LG Michael Stöcker

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